Minecraft Mods – ein guter Weg um Programmieren zu üben

Minecraft kennt so ziemlich jeder und jeder hat auch schonmal mit einer Mod gespielt. schon in den frühen Beta-Zeiten von Minecraft konnte man das Spiel Modden, verschiendenste Mods dank dem ModLoader kombinieren und so sein Spiel unheimlich vielseitig gestalten.

Minecraft wurde vom Erfinder Notch in Java geschrieben. So viele Nachteile und und so wenig Sympathien Java hat, es ist dennoch eine gute Sprache, um Programmieren zu lernen.

Und so habe auch ich damals, zur Beta 1.8 meine eigenen Mods geschrieben und damit meine Programmierfähigkeiten geübt.

Einfache Items hinzuzufügen ist ziemlich einfach, man hat einfach weiter Einträge zu den schon implementierten Items hinzugefügt. Mit fester ID, Namen, Textur und Crafting-Rezept. Soweit so unspannend. Sobald man aber weitere Fähigkeiten hinzufügen wollte, die noch nicht im Spiel enthalten waren, wird es zu einer Fingerübung.

Insgesammt ist es dazu eine gute Demonstration von Objekten, Klassen und Instanzen. Auf die Erklärungen dazu werde ich hier nicht weiter eingehen, dafür gibt es schon genügend andere gute Bücher und Erklärungen.

Was ich damals für die Beta 1.8 und Vollversion 1 gemodded habe, ist eigentlich alles ziemlich einfach. Zwei neue Sets an Rüstungen, eine aus Lavaeimern und eine Samurairüstung. Passend dazu ein Katana und ein neues Metall.
Auch neues Essen mit teilweise selbsterstellten und teilweise angepassten Grafiken. Die Idee dazu kam mir, weil ich mehr Verwendung für die vielen Eier aus meinen Hühnerfarmen, Milch von Kühen und dem vielen Brot haben wollte.

Auch gab es damals nur zwei verschiedene Blumen im Spiel, die nur wenig farbliche Abwechslung in die Landschaft brachten. Also habe ich hier neue Blumen hinzugefügt, indem ich die alte Blumenklasse kopierte, eigene Texturen einfügte und nach langer Suche die Weltgenerierung und die Platzierung der Blumen in der Welt gefunden habe. Die Blumengenerierung habe ich einfach kopiert und angepasst, sodass meine Blumen auch eingefügt wurden. Das Ergebnis waren Blumenwiesen verschiedenster Größen, wie eine frühe Version der Blumenwiesenbiome, die es heute in zB Life in the Woods gibt.

Rückblickend mit meinem heutigen Wissen über Programmierung und Entwurf ist das, was ich damals zusammengezimmert habe ein Alptraum, sehr unsauber. Aber es hat funktioniert und das was noch einige Jahre vor dem Studium und selbst einige Zeit bevor ich Informatik in der Schule hatte. In der Schule habe ich auch erst spät von Vererbung, abstrakten Klassen etc gehört. Damit hätte ich beispielsweise die Implementierung der Blumen deutlich schlanker gestalten können, sodass ich nicht eine ganze Klasse kopieren, die Generatorfunktionen kopieren und zusätzlich in die Weltgenerierung einfügen hätte müssen. Mit einer einfachen Vererbung wäre das deutlich sauberer gewesen.
Genauso unter der Benutzung von Modulen hätte ich nicht direkt in die Items.java schreiben müssen, sondern hätte alles sauber getrennt von der Hauptimplementierung gehabt. So muss nur die zusätzliche Datei eingefügt werden und die Mod ist im Spiel verfügbar. Das habe ich dann auch später gemacht, nur bei meinen ersten Implementierungen und den allerersten Items (Seil aus Hanf von einer wie Weizen wachsenden Hanfpflanze) kannte ich das noch nicht.

Insgesamt kann ich jedem interessierten nur empfehlen, sich mit Modding zu beschäftigen. Auch wenn die Mods nie veröffentlicht werden ist es dennoch eine Übung und Übung braucht man besonders am Anfang viel.

Danke fürs Lesen, hier am Ende habe ich noch ein paar Bilder.

Minecraft Mods – ein guter Weg um Programmieren zu üben
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